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Mehr als sieben Millionen Menschen leiden in Deutschland unter der Hyperhidrose davon die meisten unter der axillären Hyperhidrose. Sie leiden unter übermäßiger, unkontrollierbarer Schweißproduktion im Achselbereich, unabhängig von Wärme oder Kälte, Tages- oder Jahreszeit. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen, muss man die Schweißdrüsen absaugen.
Die neue Technik der Schweißdrüsenabsaugung bringt diesen Patientinnen und Patienten ab sofort große Erleichterung. Das Katharinen-Hospital Unna und die S-thetic-Clinic arbeiten mit dieser neuen Methode. Somit kann man schonend Schweißdrüsen absaugen.
Hierfür wurde in der S-thetic Clinic die operative Technik der Schweißdrüsenabsaugung weiterentwickelt und verfeinert. Ebenfalls in der S-thetic Clinic wurden für dieses Verfahren neue, nur drei Millimeter durchmessende Spezialkanülen entwickelt, welche eine effektive Schweißdrüsenabsaugung ermöglichen.
Mit einem minimalinvasivem Eingriff kann man Schweißdrüsen absaugen. Die Schweißdrüsenabsaugung wird in Tumeszenzlokalanästhesie durchgeführt und ist daher ambulant. In der S-thetic Clinic wurde eine speziell für die Schweißdrüsenabsaugung optimierte Lösung entwickelt. Der kleine Eingriff dauert insgesamt circa 20-30 Minuten. Man benötigt also nur sehr kleine Schnittchen als Zugang zur Achsel, um die Schweißdrüsen absaugen zu können. Dort werden die Drüsen nach der Betäubung und Aufweichung durch die TLA ganz leicht und schnell abgesaugt.
Das eigentliche Schweißdrüsen Absaugen dauert dabei nur etwa 5-10 Minuten. Danach werden die wenige Millimeter kleinen Zugänge mit Spannpflastern verschlossen. Ein Verband wird angelegt und ein Kompressionshemdchen sollte nach der Schweißdrüsenabsaugung vierzehn Tage getragen werden. Ein Antibiotikum muss als Infektionsprophylaxe eingenommen werden.
In der Regel können die Patientinnen und Patienten direkt nach der Schweißdrüsenabsaugung wieder am Alltag teilnehmen. Einige gehen direkt von der Klinik aus wieder zur Arbeit. Empfehlenswert ist es allerdings, wenigstens den Tag der Operation frei zu nehmen.
Die möglichen Komplikationen sind bei der Schweißdrüsenabsaugung minimal und zeigen sich beispielsweise als kleine Hämatome, Schwellungen oder Verhärtungen im Achselbereich, die sich aber nach kurzer Zeit zurück bilden. 5-7% der Patienten benötigen eine zweite Sitzung.
Die Achsel ist prinzipiell direkt nach der OP "trocken", man hat ja bereits die Schweißdrüsen absaugen lassen und damit für immer entfernt. Sie können somit keinen Schweiß mehr produzieren und auch nicht nachwachsen. Es kommt auch nicht zu einer kompensatorischen Schweißsekretion an anderen Stellen des Körpers. Das Fehlen der axillären Schweißdrüsen stellt für den Körper kein Problem dar, da diese nur einen kleinen Teil der gesamten Schweißdrüsen des Körpers darstellen. Und: einige, wenige Schweißdrüsen überstehen den Eingriff. Damit ist ein "normales", geringes Schwitzen bei Sport, Sauna o.ä. möglich.
Die Technik, Schweißdrüsen absaugen zu lassen, kann nicht am ganzen Körper zum Einsatz kommen. In einigen Fällen ist daher die Therapie mit Botulinumtoxin angezeigt. Die Behandlung ist schnell und effektiv, allerdings hält das Ergebnis nur 4-6 Monate. Lässt man hingegen Schweißdrüsen absaugen, so bleibt das Ergebnis dauerhaft bestehen.
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